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Mai 9, 2014

Hello world!

Filed under: Uncategorized — Blogadmin @ 4:35 am

Der alte Blog ist Tod, es lebe der Neue!
Hier poste ich all die Dinge, die ich über meine Leidenschaften das Reisen, Essen und Trinken zu berichten beabsichtige.

Viel Spaß beim Stöbern und Lesen.

Eure Kristina Wolf

Mai 19, 2012

Rumkrieg wurde vor Gericht entschieden!

Filed under: Rum — Schlagwörter: , , , , , , , — Blogadmin @ 3:09 pm

Bacardi hat am 14. Mai 2012 den Streit um den Namen “Havana Club” gegen Pernod Ricard vor dem Obersten Gerichtshof der USA gewonnen. Der seit den 90iger Jahren ständig schwelende Kampf um die Namensrechte welcher Rum sich in den USA “Havana Club” nennen darf hat sein vorläufiges Ende gefunden.

Die Ursache warum man sich so hart und verbissen gestritten hat liegt in der Geschichte Cubas, der Revolution 1959 auf der Insel, die Enteignungen sowie der Flucht der Familien Arechabla in die USA und  Bacardi nach Puerto Rico, die Produktion von Havana Club in der vormals Arechabla eigenen Brennerei, dem am 07.02.1967 beschlossenen Embargo sowie vielen Rechtsstreiten begründet.

Die Marke ” Havana Club” wurde 1935 in Cuba zum ersten mal verkauft. Bereits in diesem Jahr liess man “Havana Club”, damals unter dem Firmennamen José Arechabala S.A., die Markenrechte in den USA sichern und verkaufte die ersten Flaschen “Havana Club” auf dem benachbarten Festland. Die Familie Arechabala verkaufte ihre Rechte 1995 an Bacardi, obwohl diese ja bereits 1960 durch die neue kommunistische Regierung Kubas enteignet wurde. Die Markenrechte waren zudem bereits 1973 in den USA abgelaufen und wurde nicht durch die Familie Arechabla verlängert.
(Wer das Ganze en detaille nachlesen möchte kann das hier tun.)

Bacardi produziert in Puerto Rico seinen Rum, den er in den USA seit 1990 unter den Namen “Havana Club” vertreibt. Pernod Ricard verkauft hingegen das “Original” aus Cuba in 120 Ländern.

Irgendwie traurig und enttäuscht stimmt mich das Urteil, dass der Oberste Gerichtshof in den Vereinigten Staaten das Festhalten am Cuba Embargo und den vielen aberwitzigen Gesetzen die das begleiten, so deutlich bestätigt hat. Es wäre ein guter Schritt hinzu einem normaleren Umgangston mit dem kleinen Nachbarn gewesen.

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

März 30, 2012

Club Caribe baut eine neue Rumdestillerie in Puerto Rico

Filed under: Rum — Schlagwörter: , , — Blogadmin @ 3:34 pm

Vielleicht kann sich noch jemand erinnern, dass ich im November 2010 über den Umzug der Destillerie von Captain Morgan von Puerto Rico zu den Virgin Islands / Saint Croix geschrieben habe.
Dieser Umzug ist nicht ohne Auswirkungen in Puerto Rico geblieben.

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The Club Caribe LLC“  hat 2011 mit dem Neubau einer Destillerie in Cidra, einem Ort in der Bergregion in Puerto Rico begonnen.  Auf dem Gelände, welches 2009 von GlaxoSmithKline aufgegeben wurde, wird mit einer $ 40 Millionen Investition die neue Destillerie errichtet. Dies wird dann die dritte Brennerei neben Bacardí und Destilería Serrallés (DonQ) auf der Insel sein.
Diese, auch vom Staat Puerto Rico investierten Mittel sollen die Verluste von ca. $ 140 Millionen durch den Abzug von Captain Morgan kompensieren. $ 10 Millionen werden in die Anschaffung der neuen technischen Geräte investiert, $ 30 Millionen die Sanierung des früheren Chemiestandortes der ein neuer Industriestandort, nicht nur für die Brennerei, werden soll.
In Puerto Rico leben ca. 4500 bis 5000 Menschen direkt oder indirekt vom Rumgeschäft, davon alleine ca 70% von Bacardí.

Die erwarteten 7.570.800 Liter ( 2 Millionen Gallonen) im ersten Jahr 2012 sollen danach auf 37.854.000 Liter (10 Millionen Gallonen) gesteigert werden. Dies ist nur ein Bestandteil des Vertrages der ab 2012 über 20 Jahre zwischen dem Staat Puerto Rico und „The Club Caribe LLC“ 2011 abgeschlossen wurde.  25 neue Arbeitsplätze in der Brennerei, eine Rückvergütung von $ 13,25 für jede verkaufte 3,7854 Liter (1 Gallone) in den US Markt aus den USA als „Entwicklungshilfe“ sind weitere Bestandteile des Vertragswerkes.

Die Brennerei wird hauptsächlich Bulkware produzieren und Rum für private Abfüller. In Eigenregie werden drei Marken für den US Markt abgefüllt: den weissen “Club Caribe”, “Carlos Rum”, ein goldener Rum und einen Spiced Rum, den “Black Roberts”. Der Hauptmarkt werden ebenfalls die USA sein.

Die Rumwelt wartet gespannt auf die neuen Abfüllungen!

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

März 29, 2012

Ron Bacardí De Maestros de Ron, Vintage MMXII

Filed under: Rum — Schlagwörter: , , — Blogadmin @ 4:22 pm
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Die acht Masterblender

Was für Jäger und Sammler, streng limitiert und hochpreisig: der 150th Anniversary Rum von Bacardi.

 

Acht Masterblender des Konzerns, zudem auch alle Acht Familienmitglieder, haben zusammen einen besonderen Blend entwickelt. Die ausgewählten Rum, die bis zu 20 Jahre altern durften, reiften zusammen abschliessend in 60 Jahre altem Cognacfässern.

Die folgenden Geschmacksbeschreibungen stammen nicht von mir, da ich den Tropfen bisher noch nicht verkosten konnte.

Ein Einzigartiger Geschmack
Der Bacardí Vintage MMXII ist ein hocharomatischer, vollmundiger und reichhaltiger Rum mit einem weichen Geschmack. Er hat ein reiches Aroma, voll mit frischen tropischen Früchten und süssen blumigen Aromen, abgerundet durch sanfte Vanille und einem dezenten Holzeinfluss.
Seine einladende Aromatik wird durch Noten von süssem Karibischen Honig und duftenden Früchten angereichert und führt zu einem langen, angenehmen Abgang mit einem weichen Eichenhintergrund.
Der Ron Bacardí de Maestros de Ron, Vintage MMXII hat 43 Vol%.



“We created the taste profile that we wanted, something different from the very best vintages that we had in our barrels,” said Totén Comas Bacardí, Bacardi Family Master Blender.

“We have created a new rum that brings the very best of all our experiences into one BACARDI rum that will help us to remember and celebrate Don Facundo and the generations and generations of blenders that came before us, and to carry on their legacy,” added Facundo Bacardí Bravo, Bacardi Family Master Blender.

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Die aus einer Mexikanischen Glasmanufaktur stammenden mundgeblasenen Kristallkaraffen, mit einer Füllmenge von 0,5l, werden in einer Lederschatulle zum Preis von 2.000 US Dollar in ausgewählten Geschäften und Duty Free Stores angeboten. Das ist wirklich sehr limitiert, nur 200 Flaschen sind für den Verkauf vorgesehen. Denn 600 Stück dieser Rarität wurden bereits für Anteilseigner am Konzern sowie für die Familienmitglieder des Bacardí Clans verteilt.
In Deutschland werden insgesamt 13 Flaschen eintrudeln, davon sind nur Vier Dekanter tatsächlich für den Handel bestimmt. Die anderen Schätze sind anscheinend für das Marketing reserviert.
In welchem Fachgeschäften oder Kaufhäusern schlussendlich diese vier “Deutschen” Kristallkaraffen, gefüllt mit diesem einzigartigen Rum zum Verkauf angeboten werden, kann ich leider nicht sagen.
Wer aber in den kommenden Tagen / Wochen in folgenden Duty Free Shops in den Flughäfen einkaufen kann, der könnte Glück haben eine dieser Sammlerobjekte ergattern zu können: Antalaya, Frankfurt, Dubai, London, Madrid, Barcelona, Amsterdam, Singapore, Hong Kong, Sydney, Aukland, Delhi, Mumbai, New York, Miami und San Juan.

Vielen Dank für die tolle Zuarbeit von Steffen Lohr / Bacardi Deutschland!

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

 

Februar 12, 2012

Neue, alte Genussattacke aus Mexico

Filed under: Mezcal,Tequila — Schlagwörter: , , , , , , , , — Blogadmin @ 5:38 pm

…oder wer kennt Mezcal? Ok, Tequila hat wohl schon jeder von uns getrunken. Aber Mezcal!?! Stimmt, da war ja mal was mit diesem Getränk in dem ein toter Wurm rumschwimmt. Als Mutprobe während unserer alkoholischen Entwicklungsphase ging das ja sogar mal. Nun, bei mir liegt das jetzt auch mindestens 20 Jahre zurück.

Also Zeit diesem Getränk heute eine neue Chance zu geben? Ja! Und was für eine!

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Zerkleinern der Pinas für die Fermentation

Auf diesen Gedanken bin ich aber nicht von selbst gekommen. Da waren mehrere Anstupser und Geschmackserlebnisse von Nöten um meine Aufmerksamkeit auch auf dieses Getränk zu lenken.

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Angefangen hat es vor ein paar Jahren, als ich noch selber meinen Laden in Berlin hatte. Da erhielt ich eine Einladung in die Mexikanische Botschaft zu einem Tequila Tasting. Da ich nicht wirklich viel Ahnung, nur das üblichen rudimentäre Wissen von diesem Agavendestillat hatte, war ich schwer beeindruckt von dem geballten Wissen und der Fachkompetenz von Sonja Erler was sich mir da darbot. Von den verschiedenen Qualitäten, Gesetzen und Geschmacksimpressionen ganz zu schweigen. Aber Tequila hat mich trotzdem nicht von meiner Liebe zum Single Malt und Rum abbringen können. Ich hab das Thema nur immer interessierter verfolgt und gerne weitere Tastings wahrgenommen um neue Abfüllungen kennen zu lernen und noch mehr Informationen zu sammeln.
Bei einem dieser weiteren Tastings, dass sich eigentlich nur um Tequila handelte, überraschte mich ein älterer Herr, seinem Englisch nach eindeutig Amerikaner mit seinen Abfüllungen. Das erste mal nach meiner jugendlichen Mutprobe verkostete ich Mezcal! Und ich war zutiefst beeindruckt! Eine solche Aromenvielfalt konnte ich mir bisher bei den Agavendestillaten nicht vorstellen. Ron Cooper, so der Name des Amerikaners, stellte seine 5 Single Village Mezcal Del Maguey vor. Von blumig, fruchtig bis zu heftig rauchig war alles vertreten. Leider haben seine Abfüllungen (noch) nicht den durchschlagenden Erfolg im einschlägigen Fachhandel gehabt.

Ofen

Ofen

Seitdem sind wieder ein paar Jahre ins Land gezogen. Und nun, Heureka, hat sich ein weiterer Herr bei mir gemeldet. Axel Huhn, ein Wahlberliner und fast Nachbar von mir, hat sich dem Mezcal verschrieben und mich erneut mit dem Mezcal-Virus infiziert! Ihr findet seine Raritäten und ganz viele wissenswerte Informationen hier

Agave Espadín ist botanisch Agave angustifolia

Tobaziche ist Agave karwinskii

Bilder: Axel Huhn

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Januar 12, 2012

Rhum Arrangé, was Leckeres auch zur Winterzeit

Filed under: Rum — Schlagwörter: , , , , , , , — Blogadmin @ 3:03 pm

Karibisches Feeling trotz Schnee, Matschwetter oder Dauerregen gefällig?

Folgendes Rezept ist einfach nachzumachen und ist ideal um die trüben Stunden zu vertreiben. Erstens, der Duft von Clementinen und Vanille vertreibt schon bei der Zubereitung die schlechte Laune und Zweitens, der Rhum Arrangé schmeckt nach ein paar Tagen einfach nur köstlich!

  • 0,5 l Rhum Agricole Blanc (Dillon, Depaz, Neisson, …)
  • 250 g Honig, am besten einen hellen, milden Honig
  • 2 – 4 Vanillestangen
  • 40 g Vanillezucker (Den kann man auch wunderbar selber herstellen: in einem Glas mit Drehverschluss einfach eine Vanilleschote geben und mit handelsüblichen Zucker auffüllen, nach ca 4 Wochen hat man den besten Vanillezucker überhaupt. Und er hält sich. Und wenn der Zucker verbraucht ist, einfach erneut mit Zucker auffüllen.)
  • 8 kleine, reife und saftige Clementinen
  • 10 cl Zuckerrohrsirup

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In einem Einweckglas mit Fassungsvermögen von 1,5 l den Vanillezucker, den Honig und den Zuckerrohrsirup geben. Mit dem Rhum auffüllen. Das Glas schliessen und das Gemisch so lange schütteln, bis sich der Zucker aufgelöst hat und alles eine homogene Masse geworden ist.
Die Clementinen schälen und so viel wie möglich von den weissen Häutchen entfernen. Die Segmente mit den geviertelten Vanilleschoten (hier je nach Geschmack 2 – 4 stück verwenden) in das Einweckglas mit dem Rhumansatz geben.
Das Ganze jetzt sieben Tage lang stehen lassen, nur einmal am Tag vorsichtig umrühren.

Dieser Rhum Arrangé ist recht süss, wer es weniger Süss mag, der lässt ein wenig vom Zuckerrohrsirup weg. Er schmeckt bereits schon nach wenigen Stunden, aber das perfekte Ergebnis hat man nach einer Woche.

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

April 4, 2011

Spirit of Unity

Filed under: Whisky — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , — Blogadmin @ 6:32 pm

Spirit of Unity Blended Malt Scotch Whisky 2011… heisst ein sehr spezieller Blend aus sieben verschiedenen Single Malts aus sieben verschiedenen Brennereien aus den verschiedenen Regionen Schottlands. Diese sieben unabhängigen Brennereien sind Arran, Springbank, Glengyle, Kilchoman, BenRiach, GlenDronach und Bladnoch.

Diese einmalige Aktion hat einen sehr traurigen Hintergrund: Das schwere Erdbeben in Japan! Der erwartete Gewinn von 50.000 Pfund soll komplett an einen Hilfsfond nach Japan gehen.

Auf Initiative des Destillerymanagers von Arran, Euan Mitchell, haben sich sofort die anderen Brennereien bereit erklärt je ein Faß Single Malt Whisky zu spenden. Chesapeake Branded Packaging sponsort die Abfüllung und die beiden bekanntesten Onlinehändler Schottlands, Royal Mile Whiskies und Loch Fyne Whiskies, übernehmen den Vertrieb. Der komplette Erlös wird gespendet.

Von den 2000 Flaschen werden 1200 in GB verkauft. 59 Pfund zuzüglich Verpackung und Versand kostet diese aussergewöhnliche Abfüllung.

Tolle Aktion!

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

 

März 4, 2011

Ein Hochprozenter wird kommen

Filed under: Jamaika,Rum — Schlagwörter: , , , , , , , — Blogadmin @ 4:09 pm

Ab März wird es auch in Deutschland den Rum geben, der bereits in den USA in der Barszene für einiges Aufsehen gesorgt hat! Smith & Cross, Navy Strength mit satten 57 Vol%! Der Import und Vertrieb erfolgt über Sierra Madre Trend Food GmbH, www.sierra-madre.de

Meine Verkostungsnotizen:

In der Nase:

Für den Alkoholgehalt mit 57 Vol% weich und mild, karamellig, typisch „Jamaica, exotische Früchte, eine sehr dezente Holznote

Im Geschmack (pur):

Sehr gut ausbalancierter Overproof Rum, kräftige Jamaica-Note, angenehme Süße, hier kommen die Holznoten etwas deutlicher zu Tage. Die exotischen Früchte „kleben“ am Gaumen

Stehvermögen:

Der Rum hinterlässt eine deutlich süsse Rumspur am Gaumen. Die typischen Aromen bleiben recht lange erhalten.

Für einen ungeübten Geniesser ist dieser Hochprozenter zum Pur geniessen nicht zu empfehlen, da der Alkohol deutlich auf die Schleimhäute einwirkt. Von Barkeepern wird er für Cocktails sehr empfohlen, dafür ist er ja auch neu aufgelegt worden. Also, nur ran an den Shaker!

***

Smith & Cross

Die Bezeichnung „Navy Strength“ bitte nicht mit den als „Daily Ration“ in der Heuer bei der Britischen Navy bis 1970 fest verankerten „Navy Rum“ verwechseln. Ein klassisches Beispiel für einen „Navy Rum“ ist der Pusser´s, ein Rum dessen Brennereien in Guyana und Barbados zu finden sind. Der Name von dieser Marke leitet sich wiederum vom Purser, also dem Zahlmeister ab…

Zurück zu Smith & Cross Traditional Jamaica Rum. Im Gegensatz zu den heute meist erhältlichen Rum von der Insel werden hier alle Anteile im Pot Still Verfahren hergestellt. Die Brennerei ist eine nicht sehr Bekannte, nur Insider wissen, dass diese Brennerei extrem aromatische Rum herstellt und diese ausschliesslich im Pot Still Verfahren: Hampden Estate! Hampden Estate exportiert seine Rum als Bulk Ware zu den verschiedensten Rumblendern auf der ganzen Welt, denn man ist auf hoch- bis höchstaromatische Rum spezialisiert. Selten bekommt man reine Hampden Estates. Die, die ich kenne, werden oder wurden von Unabhängigen Abfüllern wie Cadenhead´s in sehr kleinen, überschaubaren Einzelfassabfüllungen angeboten. Ich erinnere mich da mit Freuden an das „Monster“, dem 13 Jahre alten Cadenhead´s mit über 60 Vol%…

Auf Jamaica gibt es verschiedene Klassifikationen für Rum. Die bei Smith & Cross verblendeten Rum sind je zu 50% Wedderburn und Plummer, die wiederum 6 Monate (Wedderburn) und von 1,5 bis 3 Jahre (Plummer) in Amerikanischen Eichenfässern gelagert werden.

Hier ein kleiner fachlicher Excurs über Jamaica Rum:

1893 gab es 148 Destillerien

1948 waren es noch 25 Destillerien

Heute produzieren meines Wissens nach nur noch 6: Appleton, Money Musk, Hampden Estate, Longpond, Worthy Park und New Yarmouth

Jamaica Klassifikation

Seit dem frühen 20. Jahrhundert werden auf Jamaica Hoch-Ester-Rum hergestellt um den Handel mit Deutschland aufrecht zu erhalten. Die deutsche Regierung hatte in dieser Zeit Schutzzölle auf ausländische Spirituosen erhoben.

Hoch-Ester-Rum sind Rum, die hochkonzentriert Ester (Aldehyde) und Essige enthalten. Diese entstehen während der Fermentation.

Jamaica – Rumtypen:

Es werden das Pot-Still- und das Kolonnen- Brennverfahren angewendet. Für die High Ester Brände nutzt man das Pot-Still Destillationsverfahren. Hierzu verwendet man auch spezielle Ester Stills. Für die hocharomatischen Rumtypen Wedderburn und Continental werden zusätzlich zur Melasse (alkoholfreier Produktionsrückstand bei der Zuckerherstellung) Skimming (der Schaum der bei der Fermentation entsteht), Dunder (der alkoholfreie, aber säurereiche Rückstand der Destillation), Pflanzenteile, Früchte und etwas ganz Besonderes, nämlich endemische Naturhefen hinzugesetzt um später diese aromareichen Rums destillieren zu können. Die Fermentation vollzieht sich unter freien Himmel in sogenannten mock pits…

Jamaica Rum Klassifikation - Esteranteile-001

 

Also, liebe Profi- und Hobbybartender: Bestellt bei Eurem Händler des Vertrauens Eure gewünschte Menge, er ist bald in Deutschland erhältlich. Und wer möchte nicht gerne mal einen Cocktail wie den Klassiker mit dem richtigen Rum zubereiten?

Planters Punch

9 cl Smith & Cross Rum

3 cl Limettensaft (frisch gepresst)

1,5 cl Zitronensaft (frisch gepresst)

1,5 cl Grenadine

¼ Teelöffel extrafeiner Zucker

Die Zutaten auf zerschlagenem Eis schütteln und in ein mit zerschlagenem Eis gefülltes Collinsglas seihen

oder den anderen Klassiker

Million

4,5 cl Smith & Cross Rum

2,25 cl Zitronensaft (frisch gepresst)

2,25 cl Rohrzuckersirup

2 Spritzer Angostura

Die Zutaten auf Eis schütteln und in ein Glas seihen

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März 2, 2011

Genever Festival in Schiedam / NL

Filed under: Genever,Gin,Jenever — Schlagwörter: , , , , , , , — Blogadmin @ 10:40 am

Nach einem Festival der flüssigen Genüße ist vor einem Festival der flüssigen Genüße…

Wer es zeitlich wie räumlich einrichten kann, dem empfehle ich das Jenever Festival in Schiedam (ganz in der Nähe von Rotterdam) am 12. und 13. März. 20 Brennereien haben sich zu dieser Veranstaltung angemeldet. Masterclasses (zu jeweils 5,00 €uro mit 5 verschiedenen Tropfen) und um die 70 verschiedene Jenever und Moutwines kann man verkosten.

Anders als wir es in Deutschland gewöhnt sind, werden drei mal vier Stunden Festival angeboten: Sonnabend von 13 – 17 Uhr und von 19 – 23 Uhr sowie am Sonntag von 13 – 17 Uhr, jeweils zu 17,50 an der Tür bzw. im Vorverkauf bis zum 11. März zu 16,00 Euro.

Wer sich ein wenig intensiever mit Gin, Jenever, Genever und Moutwine beschäftigen will ist ansonsten hier auch jeder Zeit im Jenever Museum bestens aufgehoben. Erklärungen in Deutsch und Englisch sind vorhanden. Der Verkostungsraum ist auf alle Fälle ein Besuch wert!

Abgesehen davon, ist Schiedam nicht nur die “Hauptstadt” des Jenevers sondern auch ein hübsches altes Städchen was unbedingt besucht werden sollte.

http://www.jeneverfestival.nl/

 

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November 25, 2010

Eine neue Rumdestille auf St. Croix

Filed under: Rum — Schlagwörter: , , , , , , — Blogadmin @ 4:39 pm

Der Spirituosengigant Diageo hat am 23. November 2010 auf St. Croix eine neue Brennerei eröffnet. Sie wird in Zukunft für den US Markt den Rum für die Marke Captain Morgan herstellen.

Captain Morgan logo

20.000.000 Gallons, also 70.000.000 Liter sollen jährlich produziert werden. Man erhofft sich dass dies 40% des gesamten Rumkonsums in den USA abdecken wird.

Dass das keine kleine, gemütliche und verträumte Brennerei, versteckt hinter ein paar Palmen ist, versteht sich bei den Mengen. Den Pressemitteilungen ist zu entnehmen, dass man extremen Wert auf den Umweltschutz gelegt hat. Der kleinen, nur 45 km langen und 11 km breiten Insel und der karibischen See ist das nur zu wünschen.

Leidtragender bei diesem Geschäft zwischen Diageo und der Inselregierung, die mindestens 30 Jahre lang direkt mit geschätzten 130 Millionen $ jährlich an den Gewinnen partizipieren wird ist der Nachbar Puerto Rico. Dort wurde bisher Captain Morgan produziert.

 

St. Croix kann sich auch noch auf eine weitere Investition seitens Diageo freuen: 5 Millionen $ sollen bis 2012 in ein Besucherzentrum investiert werden um auch die touristische Bedeutung der Brennerei wie auch Captain Morgan´s zu unterstreichen. Bisher wurden bereits 60 Arbeitsplätze geschaffen, der Touristikbereich wird sicherlich noch weitere generieren.

 

Wer sich jetzt also auf macht und St. Croix einen Besuch abstatten will, der sollte aber gewarnt sein: auf der Insel, die zu den US Jungferninseln / Virgin Islands gehört, gilt obligatorisch Linksverkehr. Also besser den Wagen stehen lassen, wenn man sich mit dem neuen Rum der Insel oder dem „Alteingesessenen“ Cruzan vergnügt.

 

Salut, Cheers, Prost, Skål, Ganbei, Cincin, Salute, Na Zdarowje…

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